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Die Frankenpost war auf der Sheep Horse Rnach
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Sheep Horse Ranch
Bericht in der Frankenpost vom  23. August 2016
SHR Berichte 140 Schafe für den Umweltschutz   Alexander Götte züchtet seltene  Rassen und bewirt schaftet mit d en Tieren wertvolle Biotopflächen. Fast immer mit  dabei sind Border-Collie Ste lla und Wallac h  Mr. Joe.  Von Matthias Bäumler Die Soay-Schafe sind robust und mü ssen nicht geschoren werden.  Als Weidetiere sind sie ideal. Fotos: Matthias  Bäumler  NAGEL   - Das letzte Mal geschah es an einem Sonntagnachmittag. Alexan der Götte lag gerade gemütlich auf dem Sofa, da klingelte das T elefon.  "Deine Schafe sind weg", teilte ihm eine aufgeregte Frau mit. E in Schäferhund war in die Koppel  gesprungen und hatte sich eine n Spaß daraus  gemacht, die Tiere zu hetzen. "Die Schafe haben in ihrer Panik  den elektrischen Wei dezaun umgerannt und sind ab durch die Mitt e", berichtet Götte.  Der 67-jährige Schafzüchter aus  Mühlbühl hat mit seinen Tieren  viel erlebt. Nach dem  Hundeangriff hat es z iemlich genau eine N acht gedauert, und  alle 40 Tiere waren wieder friedlich vereint. "Mir ist es mithi lfe eines Futtereimers gelungen,  ein paar Tiere zu fangen. Und  da Schafe Herdentiere  sind, kam mit der Zeit der Rest der Herde wieder an den Zaun zu rück." Götte ist einer der letzten Schaf züchter in der Region. Allerdi ngs geht es ihm nicht um das Fl eisch und schon gar nicht um die  Wolle der Tiere.  "Nein, meine Schafe sind Landsch aftspfleger", sagt er und lacht . Tatsächlich bewirtschaftet de r Mühlbühler weitläufige Biotopf lächen in der Region.  In aller Regel sind die so sumpf ig, dass der Einsatz eines Trak tors nicht möglich ist.  So praktisch die Bewirtschaftung mit den Schafen auch ist, ein  Problem gibt es: die Wolle. "Man muss Schafe scheren, und das w äre bei 140 Tieren,  die ich besitze, eine enorme Arbeit. Außerdem nimmt niemand Wol le in diesen Mengen. A lso müsste ich sie te uer entsorgen", sagt  Götte. Aus  diesem Grund züchtet  der ehemalige Bautechniker zwei besondere  Rassen: Soay- und Nolana -Schafe. Beide Rasse n zeichnen sich dad urch aus, dass  sie ihre Wolle immer wieder erneuern und sie daher nicht gescho ren werden müssen. Wichtig ist d em Hobby-Rancher auch, dass die  Tiere  anspruchslos sind und auch härte re Binsen fressen. "Eigentlich  knabbern die alles, auch Birken triebe, Disteln, Lupinen oder Br ennnesseln. Nur  Springkraut, davon fressen sie  nur die Fruchtkapseln."  Die größere Herde mit Nolana-Schaf en weidet momentan nur wenige  Hundert Meter hinter Göttes Haus . Hier hat der W unsiedler Ener gieversorger  SWW mehrere Hektar Ausgleichsflächen gekauft. Wer die feuchten  Wiesen betrachtet, ahnt, wie einst Urlandschaften ausgesehen ha ben, als noch  Herden von Auerochsen und Wildsch afe durch die Gegend gezogen s ind.  Auch wenn es ungemein beschaulich  wirkt, wie die Tiere grasen o der unter einem Baum ruhen - die  Stimmung kann schnell kippen.  Es muss kein  fremder Hund die Herde durcheinande rwirbeln. Manchmal genügt es  schon, wenn ein Ast auf den Elektrozaun fällt und die Tiere da s Weite suchen.  "Die sind ungemein schnell und we ndig. Ohne Stella und Mr. Joe  könnte ich die nie einfangen oder  im Herbst ins Winterquartier  treiben", sagt  Götte. Stella ist sozusagen die  rechte Hand des Schäfers. Ihr e ntgeht nichts. Büxt ein Schaf aus  der Herde aus, ist die Border -Collie-Hündin zur  Stelle und sorgt für Ordnung. Gö tte, der mit der bem Hemd, Vollb art und Basecap wie ein moderner  Cowboy aussieht, muss nur sein en Arm heben  und Stella weiß, wohin sie laufen  muss. "Border-Collies sind di e idealen Hütehunde. D ie können den ganzen Tag um die Herde her umlaufen und  werden einfach nicht müde."  Den perfekten Überblick verschafft sich Götte auf dem Rücken vo n Mr. Joe, einem stattlichen Paint-Horse. Wie ein echter Cowboy  treibt der  Mühlbühler mehrmals im J ahr seine Herden von einer Weide zur an deren. "Mr. Joe ist unersetzbar. Vor ihm haben die Schafe Respe kt. Wenn er  dabei ist, versuchen sie erst ga r nicht, abzuhaue n, weil sie wi ssen, dass sie keine Chance haben."  Schafe hält Götte seit gut 30 Jahren. Damals zog er mit seiner  Frau von München in den alten Hof  der Schwiegereltern. "Auf ein mal hatten wir  riesige Flächen zu bewirtschaften  aber keine Landwirtschaft." S o kamen die Göttes auf die Schaf zucht. Im Laufe der Jahre sind  es immer mehr  geworden, zurzeit 140. Diese sind in kleineren Herden an versch iedenen Standorten. Außer für die  SWW pflegen die Wurmloh-Schaf e auch  Biotopflächen des Landesbundes fü r Vogelschutz und des Bund Nat urschutz.  Einmal hat Götte ernsthaft um eine Herde Soays-Böcke gebangt. D ie standen an seinem Weihergrunds tück bei Grünlas im Wald. Irge ndwie sind die  Schafe durch ein Loch im Boden en twischt. "Im Wald fällt es Sch afen schwer sich zu orientieren, deshalb bleiben sie normalerwe ise auch lieber auf  der freien Flur." Tagelang hat  der Mühlbühler alles abgesucht.  Nichts. Eine Anzeige in der Zeitung brachte schließlich Hinweis e. "Irgendwer hat  meine Böcke immer irgendwo gesehe n. Ich bin dann auf Princ (ein  Haflinger) gestiegen, habe eine  Rolle Zaun aufgesattelt und bi n hingeritten.  Wenn ich dann nach Stunden dort wa r, hatten sich die Schafe sch on aus dem Staub gemacht." Schließlich meldete sich ein Schäfer  aus  Kirchenpingarten bei Götte. In seiner Herde habe er mehrere fre mde Böcke entdeckt. "Der wollte sie schon schlachten, aber da e r die Rasse nicht  kannte, wartete er ab."